Das Tagebuch der Weißstörche in der Elsterregion Groitzsch/Pegau 2020
Wie schon die letzten Jahre, möchten wir Sie hier wieder über die Weißstörche in der Elsterregion um Groitzsch und Pegau sowie des Altkreises Borna informieren. Damit dies wie gewohnt so umfassend als möglich geschehen kann, benötigen wir ihre Hilfe. Teilen Sie uns ihre Beobachtungen einfach über unsere im Impressum angegeben Kontaktdaten mit. Gern veröffentlichen wir auch ihre entsprechenden Fotos. Vielen Dank im Voraus, auch an die Mitglieder der Groitzscher Fachgruppe „Ornithologie und Naturschutz“ im NABU, dem Storchenbeauftragten Andreas Fischer sowie Jörg Spörl aus Thräna für die informelle Zuarbeit. Beachten Sie bitte auch den Link an Ende dieser Seite, der Ihnen allgemeine Informationen über das Leben der Störche und die örtlichen Standorte gibt.


30.05.20
Bei unserer heutigen Horstkontrolle in Pegau konnten wir insgesamt 3 Jungstörche ausmachen, die den Altvogel um Futter anbettelten. In Saasdorf war es schon etwas schwieriger, den Nachwuchs zu erkennen. Der Altvogel sitzt noch längere Zeit auf dem Nest und wärmt die Küken. Hier war heute nur ein Jungstorch zu sehen, was aber noch nichts heißen muss. Warten wir es ab, bis die Tiere etwas größer sind.
24.05.20
In Pegau und in Saasdorf ist nun ebenfalls der Nachwuchs geschlüpft. Allerding können wir derzeit noch nicht sagen, wie viele Jungstörche jeweils im Nest sitzen. Vielleicht erkennt man nächste Woche schon mehr.
10.05.20
Trotz längerer Beobachtung konnten wir im Groitzscher Nest keinen weiteren Jungstorch entdecken. Hier bleibt es also bei 3 kleinen Adebaren, die aber gegenüber der Vorwoche schon deutlich an Größe zugelegt haben.
07.05.20
In Thräna sind alle Eier ausgebrütet. Jetzt sitzen 4 Küken im Nest und warten ungeduldig auf die nächste Futterration der Alttiere. Auch scheint der Standort weiterhin interessant für andere Störche zu sein. Oft rasten hier Einzelstörche oder kleinere Trupps auf den umliegenden Ersatzhorsten.

Auf dem kalten Feld bei Groitzsch suchten 5 Einzelstörche Anfang Mai Futter. Tolles Bild mit dem Wasserturm im Hintergrund.
Von großen Maschinen ließen sich die 5 Adebare nicht stören. Wahrscheinlich handelt es sich um einen kleinen Junggesellentrupp.
Seit Ende April haben sie das Nest in Kleinprießligk besetzt. Regelmäßig wird an der Nachwuchsplanung gearbeitet.
Das alte Saasdorfer Paar wurde am Gründonnerstag vertrieben. Sie sind die Neuen und brüten seit Ende April.

02.05.20
In Thräna sind heute die ersten beiden Jungstörche geschlüpft. Die Kamera zeigte jeweils am Vormittag und am Nachmittag die Küken, welche sich aus dem Ei befreiten.
01.05.20
Heute konnten wir nach längerer Beobachtung des Groitzscher Nestes mit entsprechender Optik mindestens 3 Jungstörche erkennen. Sie dürften etwa eine Woche alt sein. Da nur gelegentlich das Köpfchen zu erkennen war, hoffen wir natürlich noch auf weiteren Storchennachwuchs. Der wird sich aber erst in den nächsten Wochen genauer zeigen. In Saasdorf wird jetzt ebenfalls gebrütet. Zudem entdeckten wir heute auf dem abgeernteten Kalten Feld zwischen Berthagrube und der Groitzscher Windmühlenstraße 5 Fremdstörche, die hier nach Futter suchten.
25.04.20
Frohe Kunde aus Kleinpriesligk. Seit wenigen Tagen hat sich auf dem Nest nahe des Kuhstalls ein Storchenpaar niedergelassen. Wie es scheint, soll hier auch gebrütet werden. Vielleicht klappt es diesmal mit den ersten Jungstörchen auf diesem Nest. Im Pegauer Horst hat den Beobachtungen zu Folge die Brut begonnen.
09.04.20
Im Saasdorfer Nest gab es heute einen Besitzerwechsel. Ein neues Paar machte den ansässigen Adebaren den Horst streitig. Nach einem Nestkampf zog das alte Pärchen ab und überließ den neuen Rotschnäbeln das Feld, berichtete Frau Knipfer. Auch diese Beiden sind unberingt.
05.04.20
Das ging fix. Nachdem vor einigen Tagen wieder ein Weißstorch die Pegauer Ziegeleiesse besetzt hatte, gesellte sich heute bereits der zweite Rotschnabel hinzu. Beide mussten kurz darauf ihr Nest schon gegen einen Angreifer verteidigen. Einen Ring trägt keiner von ihnen. In Thräna brüten dagegen die Störche schon über vier Eiern. Sie mussten zudem ihr Nest gegen ein weiteres Paar verteidigen, das zunächst den Nachbarhorst bezog, aber dann doch das Kameranest haben wollte. Sie konnten aber erfolgreich vertrieben werden.

Am 4.April sah der Pegauer Einzelstorch nicht gerade glücklich aus. Foto:A.Fischer Einen Tag später mit Partnerin hatte sich das schon geändert.
In Groitzsch brütet das Paar Ende März bereits. Der Thränaer Storchenmann endlich eine Partnerin gefunden. Foto: Webcam

04.04.20
Auf der Ziegeleiesse in Pegau hat sich wieder ein Rotschnabel niedergelassen. Ob er diesmal bleibt? Wir werden die Sache beobachten..
31.03.20
Das Saasdorfer Paar hat sich nun gefunden. Heute kam der zweite Storch auf dem Nest am Nöthnitzer Weg an.
29.03.20
In Thräna wartete der Adebar vom Kameranest vergeblich auf sein Weibchen der letzten Jahre. Nach mehreren Bewerberinnen entschied er sich nun für eine Storchendame, welche die letzten Jahre in Wilschwitz (bei Altenburg) gebrütete. Zwar wechselte sie anfangs noch mehrmals zwischen dem Thränaer und Wilschwitzer Nest mitsamt den Männchen hin und her, doch nun liegt das erste Ei im Kamerahorst. Die Storchenmeldung aus Pegau stellte sich leider nur als Durchzügler heraus.
22.03.20
Während in Groitzsch nun alles auf die erste Eiablage und die beginnende Brut deutet, ist in Saasdorf noch kein zweiter Storch gesichtet worden. Aus Pegau erreichten uns dagegen Meldungen, wonach ein Adebar seit Donnerstag (19.) auf dem Nest sitzt. Allerdings konnten wir trotz mehrmaliger Besuche noch nichts feststellen.
02.03.20
Gestern ist auch der zweite Weißstorch nach Groitzsch zurückgekehrt. Er oder sie durfte zwar nicht gleich mit aufs Nest, sondern musste wie die letzten beiden Jahre auch erst mit dem Flutlichtmast des Sportplatzes vorlieb nehmen, doch schon heute früh saß das Paar in trauter Zweisamkeit auf dem Nest. Man darf gespannt auf das Brutjahr sein.
29.02.20
Auch Saasdorf meldet bereits heute den ersten Rückkehrer. Der Rotschnabel ist bereits fleißig beim Nestputz.
18.02.20
Heute kam auch in Groitzsch der erste Weißstorch an. Am Nachmittag landete er auf dem Horst der ehemaligen Gärtnerei Nolte in der Schletterstraße. Damit ist er 2 Tage früher zurück als 2019. Seinem Verhalten und der Vertrautheit mit der Umgebung nach zu urteilen, dürfte es sich wieder um einen bekannten Storch der letzten Jahre handeln, denn auch einen Kennungsring trägt er nicht.
05.02.20
Der bisher viel zu milde Winter ließ es fast erahnen. So zeitig wie noch nie landete heute der erste Weißstorch auf dem Thränaer Kameranest. Wahrscheinlich handelt es sich um das Männchen des Vorjahres.

Der Saasdorfer Einzelstorch wird doch wohl nicht fremd gehen wollen? Die Auenwiesen bei Gatzen sind die Futterstube des Saasdorfer Adebars.
Gleich am ersten gemeinsamen Tag war in Groitzsch Nestputz angesagt. Wie es scheint, ist es wieder das Storchenpaar der letzten Jahre. Foto: J.Hofmann
Der Groitzscher Neuankömmling musste erst auf den Flutlichtmast ausharren. Aber das Nest war von hier aus immer in Sichtweite.
Einer der Lieblingsfutterplätze des Groitzscher Adebars scheinen die Schnauderwiesen am alten Bahndamm zu sein. Hoch auf dem Groitzscher Nest bläst der Wind gerade im Februar oft recht heftig. Das helle Federkleid scheint aber gut zu schützen.
Das erste Foto vom zeitigen Rückkehrer auf dem Thräner Kameranest. Foto:Spörl Der Thränaer Rückkehrer zeigt sich vor allem Abends vor der Kamera.


                    

Aus gegebenem Anlass weisen Storchenbetreuer und das Umweltamt des Landkreises darauf hin, dass ein Abbrennen von Feuerwerken nur mit Erlaubnis einer zuständigen Behörde (in der Regel die Stadtverwaltung) zulässig ist. Zum Schutz der Tiere ist bei Höhenfeuerwerken zudem ein Mindestabstand von 1000 Metern um ein Storchennest einzuhalten. Schon mehrfach wurden Adebare durch Zündung pyrotechnischer Erzeugnisse auf ihrem Horst aufgeschreckt und die Brut oder gar Jungvögel zurück gelassen. "Wir weisen darauf hin, dass eine erhebliche Störung von Weißstörchen während der Brutzeit eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einer Geldbuße von bis zu 50 000 Euro geahndet werden kann", schreibt das Umweltamt.    (Quelle: LVZ)




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