Stationsbeschreibung |
Geografische Lage: 51`9`29`` Nord 12`16`50`` Ost
Höhe 135m über NN |
Die Kleinstadt Groitzsch - auch Perle im Leipziger Neuseenland genannt - mit etwa 8600 Einwohnern liegt etwa 20km südlich von Leipzig an den Bundesstraßen B2 und B176 im Dreiländereck Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Am Rand der Leipziger Tieflandsbucht in der Aue von Weißer Elster und Schnauder dominiert noch relativ flaches Gelände die geografische Lage. Die Wetterstation selbst befindet sich in der Nähe des Groitzscher Brühl, wo die Messgeräte für Niederschlag, Temperatur, Luftfeuchte und Wind arbeiten. Als kleine Besonderheit im Wettergeschehen der Stadt ist erwähnenswert, dass bei Westwetterlagen oft Starkregengebiete und schwere Gewitter südlich und nördlich an Groitzsch vorbei ziehen oder die Stadt nur streifen.
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Das Herz der Station WS3600. Das Display mit Touch-Screen empfängt die Daten der Außensensoren, misst den Luftdruck und legt die Werte im internen Speicher ab. Über eine serielle Schnittstelle werden die Daten zum PC übertragen. |
Seit Ostern 2009 ist der Thermo/Hygrosensor in einer selbst gebauten Wetterhütte installiert. Die Hütte schützt den in 2 Meter Höhe angebrachten Sensor vor zu starker Sonneneinstahlung, um so noch genauere Messwerte erzielen zu können. Außerdem messen hier noch drei Thermometer die Erdbodentemperatur in 10, 20 und 30cm Tiefe, die allerdings manuell abgelesen werden müssen. |
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Der Thermo/Hygro-Sensor (links) misst die Außentemperatur und die Außenluftfeuchte. Per Kabel ist der Sensor mit dem Wind- und Regenmesser verbunden, deren Daten er ebenfalls zur Basisstation funkt. Rechts die 3 Thermometer für die Erdbodentemperaturmessung. |
TX20 ist die Bezeichnung für den optional erhältlichen Windmesser mit Schalenkreuz-Anemometer, der Windstärke, Böen und die Windrichtung misst. Angebracht in knapp 5m Höhe ist er jedoch bedingt durch die umstehenden Gebäude und Bäume etwas abgeschirmt. |
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Über eine Wippe ermittelt der Niederschlagsmesser der WS3600 (re.) den gefallenen Regen. Als Referenz dazu dient ein Hellmann 100 - Niederschlagsmesser, der das Regenwasser in einem Messbecher sammelt. Täglich wird dieser Niederschlagswert mit dem elektronisch gemessenen Daten verglichen und gegebenenfalls korrigiert. Zudem wird im Winter der darin gesammelte Schnee geschmolzen und der Wert per Hand in die Auswertprogramme nachgetragen. |
Zwei Aluminiumlineale mit Erdspießen dienen im Winter zur Ermittlung der Schneehöhe, wobei eine Skala für den aktuell gefallenen Schnee (li.) und eine für die Gesamtschneedecke zuständig ist. |
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Nicht größer als ein Schuhkarton ist der Barebone Mini-PC, der die Daten der Station selbstständig verarbeitet und die Homepage tagsüber aller 30 Minuten aktualisiert. Einige technische Daten: Intel Atom 230 Prozessor, 2GB Ram, 500GB Festplatte. Software: Windows XP, WsWin, Heavy Weather Pro, Mini-Uploader V 1.1.3 |
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Stationsgeschichte
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Angefangen hat alles nach der großen Jahrhundertflut im Jahr 2002, von der wir glücklicher Weise verschont geblieben sind. Doch die starken Regenmengen animierten mich nun, fortan das Wetter und speziell den Niederschlag etwas genauer zu betrachten. Mit einem einfachen Plastikmessbecher aus dem Baumarkt und einem Funkthermometer zeichnete ich die Messwerte in einer Exeltabelle auf. Leider gingen diese Daten durch einen Festplattencrash und das fehlende Backup verloren. Die Arbeit von knapp zweieinhalb Jahren war zunichte, und die Lust natürlich auch erst mal.
Anfang 2006 entschied ich mich - animiert durch einen Testbericht in der ComputerBild - zum Kauf einer Wetterstation, der WS3600. Glücklicher Weise erhielt ich im Gegensatz zu vielen anderen Wetterfreunden eine Version (V33), die ohne die verbreiteten Krankheiten tadellos funktionierte. Am 8.März 2006 nahm die Station ihren Betrieb auf.
2007 kamen dann noch ein Hellmann-Regenmesser und ein zweites Display dazu, die mir als Referenzgeräte dienen, sowie die im Winter installierten Messlineale. Außerdem löste der TX20 Windmesser mit Schalenanemometer den serienmäßigem Impellermesser ab.
Mitte November 2008 begannen die Arbeiten an dieser Homepage. Dazu wurde die Vollversion des Wetterauswertprogrammes WSWin angeschafft, die Domain registriert und Webspace gemietet. Netzpremiere feierte die Station dann am 3. Dezember 08. Leider halten sich meine Programmierkentnisse sehr in Grenzen, doch im Laufe der Zeit wird sich die Website weiter verändern. Über Anregungen und konstruktive Kritik bin ich stets dankbar.
Nach knapp 2 Monaten Bauzeit wurde am Ostermontag (13.4.09) die selbst gebaute Wetterhütte eingeweiht. Dafür mussten im Garten die Kabel für Wind- und Regenmesser umverlegt und teilweise verlängert werden. Jetzt erfolgt die Temperaturmessung wie vorgeschrieben in 2m Höhe über einer Grasnarbe und geschützt vor zu viel direkter Sonneneinstrahlung.
Seit dem 4.8.09 sind nun auch die drei geplanten Erdtemperaturmessfühler in Betrieb. Diese sollen im Winter Aufschluss über die Frosttiefe im Boden geben. Verbaut wurden sie in 10, 20 und 30cm Tiefe. Allerdings ist diese Projekt eher als Experiment anzusehen, denn zum einen müssen die Displays vor Ort abgelesen werden und zum anderen handelt es sich hierbei um einfache Fühler von Außenthermometern, welche doch einige Temperaturabweichungen besitzen. Der kommende Winter wird also Sinn oder Unsinn des Ganzen zeigen.
Am 2.10.09 erfolgte ein nächster großer Schritt. Mit der Inbetriebnahme eines neuen Wetterrechners auf Mini-PC-Basis können nun die Daten der Station tagsüber von 6-22 Uhr aller halben Stunden auf den Server übertragen werden und sind somit im genannten Zeitraum immer aktuell abrufbar.
Durch den Tagbetrieb des neuen Wetterrechners ist es nun auch möglich, die gewonnenen Daten zu sogenannten Wetternetzwerken wie dem Regionalwetternetzwerk Sachsen-Anhalt, Wedaal und dem Wetterarchiv von Wetter.com zu übermitteln.
Ein neuer Service für Handynutzer startete am 24.Februar 2010. Durch eine Wap-Seite können die wichtigsten Wetterwerte per Mobiltelefon abgerufen werden. Der Vorteil dieser Seite besteht in der minimalen Dateigröße von nur 5kb, um die Verbindungskosten so gering wie möglich zu halten.
Den 10 000. Besucher dieser Webseite registrierte der Counter am 22.März nach ein, einviertel Jahr des Homepagebetriebes der Wetterstation. Vielen Dank an die treuen Gäste.
Seit dem Frühjahr meldet die Station vor allem Wochentags gegen 6 Uhr das aktuelle Wetter zum Radiosender RADIO PSR (102,9 MHz). In der Morning-Show von Steffen Lukas gehen so die Groitzscher Wetterwerte über den Äther des erfolgreichsten Privatsenders Sachsens und werden von mehreren tausend Hörern empfangen.
Da im Laufe der Zeit der Mast des Windmessers immer weiter aus dem Lot kippte und deshalb die Funktion leicht beeinträchtigte, machten sich am 27.4.10 wieder einmal umfangreichere Wartungsmaßnahmen nötig. So wurde ein Betonfundament für den unteren Mast gegossen und ein neues Mastrohr oben aufgesetzt. Nun steht die Windfahne und das Anemometer wieder in Waage und dazu auch noch etwas höher, auf knapp 5 Meter über Grund.
Am 15. Oktober 2010 meldete der Counter den 20 000. Homepagebesucher.
Der nächste Schritt zur weiteren Automatisierung erfolgte am 4. Dezember 2010. Von nun an wird der Wetterrechner komplett zeitgesteuert ein- und ausgeschaltet.
40 000 Besucher zählte der Counter der Homepage am 28.4.11 . Vielen Dank für die treuen Surfer. Im Schnitt schauen etwa 60 Gäste täglich auf diese Seiten.
Die Testphase für eine Aktivbelüftung der Wetterhütte startete am 30.April 2011. Per Solarpanel gespeißt, sorgt nun ein Ventilator für eine Luftumwälzung im Inneren, um so bei Sonnenschein noch genauere Messwerte erzielen zu können.
Nach knapp 34 Monaten im Online-Betrieb zählte der Counter am 14.9.11 den 50 000. Besucher.
Seit Dezember 2011 agiert die Wetterstation auch auf der Plattform von facebook. Auch hier gibt es gelegentlich Meldungen über das Groitzscher Wetter, wie Unwetterwarnungen, Wettererscheinungen und mehr.
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